Shishatabak anfeuchten

 

Shishatabak richtig anfeuchten

Oft kommt auch die Frage auf, wie man Shishatabak richtig nachfeuchtet. Wir wollen euch dies kurz erklären und einige Hintergrundinformationen geben.

Wie wird Shishatabak nun richtig nachgefeuchtet, damit er die passende Feuchtigkeit besitzt?

Wieviel Melasse auf den Shishatabak kommt hängt von der Grundfeuchtigkeit des Tabaks ab. Auf einen normalen deutschen Shishatabak gibt man zunächst ein bis zwei Teelöffel Melasse auf 50g Tabak. Nach dem Anfeuchten sollte der Shishatabak am besten über Nacht ruhen. So kann der Tabak die Melasse am besten aufnehmen. Ist der Tabak danach immer noch zu trocken, was man am besten beim Rauchen feststellt, kann noch einmal nachgefeuchtet werden. Am Anfang ist es ratsam etwas weniger Melasse zu nehmen und sich dann an die richtige Menge heranzutasten. Denn zu viel Melasse vermindert zum einen das Aroma und kann Kopfschmerzen verursachen.

Manche Hersteller bieten auch bereits fertige Melassegrößen an. So gibt es zum Beispiel von Al Fakher Flaschen zu 20ml (für 50g Tabak) und 45ml (für 200g Tabak). Beim Selbstanfeuchten merkt Ihr Euch am besten die verwendete Menge, dann habt Ihr es beim Anfeuchten des nächsten Tabaks einfacher. Insgesamt habt Ihr auf alle Fälle einen Richtwert, da die Feuchtigkeit der einzelnen Tabaksorten für den deutschen Markt auch bei unterschiedlichen Herstellern ähnlich ist.

Aus was besteht die für den Shishatabak verwendete Melasse genau?

Die für das Anfeuchten von Shishatabak verwendete Melasse besteht aus einer Mischung aus Honig, Glyzerin und Aromen. Zur Auswahl stehen Melassen ohne Aroma und Melassen mit Aroma. Ob Doppelapfel, Kirsche, Mango oder Erdbeere, hier gibt es inzwischen fast alle Geschmacksrichtungen. Die Zusammensetzung der Melasse variiert von Hersteller zu Hersteller. Jeder hat hier sein eigenes, wohl gehütetes Mischungsverhältnis.

Neben den klassischen Honigmelassen steht auch noch reines Glycerin zum anfeuchten des Tabaks zur Verfügung. Dieses ist geschmacksneutral und produziert reinen Rauch. Ideal für Tabaksorten mit einem starken Aroma, da sich dieses dann auch den vermehrten Rauch verteilen kann.

Doch warum muss Shishatabak, welcher in Deutschland gekauft wird, oft angefeuchtet werden?

In der deutschen Tabakverordnung ist festgeschrieben, dass Feuchthaltemittel im Tabak nur bis zu einem Höchstgehalt von 5% enthalten sein dürfen. Diese Verordnung wurde ursprünglich erlassen, um zu gewährleisten, dass Pfeifenraucher, welche 50g Tabak erwerben, diesen auch in etwa in der Menge an Tabak erhalten. Es geht darum, den Konsumenten zu schützen, nur 40g des teuren Tabaks und 10g der deutlich billigeren Feuchtigkeit für den gleichen Preis zu kaufen. Dabei wurde jedoch noch nicht daran gedacht, dass es Konsumenten geben würde, die einen höheren Feuchtigkeitsgrad bevorzugen würden.

Aufgrund dieser Regelung wirkt ein, in Deutschland gekaufter, Tabak oft sehr trocken und hat eine geringere Rauchentwicklung und Geschmacksentfaltung, als ausländischer Tabak. Dieser erhält in der Regel 15% bis 20% Feuchtigkeit und damit auch mehr Aromen.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, muss deutscher Tabak nachträglich angefeuchtet werden. Im angefeuchteten Zustand steht er dann ausländischem Tabak in nichts nach.

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